Persiche Knüpfart

Türkische Knüpfart

Man muss zwischen türkisch (oder symmetrisch, gordisch) und persisch (oder asymmetrisch, auch Sennehknoten genannt - nach der Stadt Senneh)[3] geknüpften Teppichen unterscheiden. Beide Knüpfarten kommen im Perserteppich vor. Der persische Knoten ist einfach geknüpft (nur jeder zweite Kettfaden wird ganz umschlungen), während der türkische doppelt geknüpft ist.

Daneben gibt es noch weitere Strukturkriterien: Die beiden zu einem Knoten gehörenden Kettfäden liegen in derselben Ebene (wie abgebildet), oder in zwei durch einen straff eingebrachten Schussfaden getrennten Ebenen (geschichtet). Beim persischen Knoten liegt dann der ganz umschlungene Kettfaden auf der Unterseite des Teppichs. Der Knoten nicht geschichteter Teppiche ist breiter. Als Resultat wirkt das Muster des fertigen Teppichs eher gröber als im geschichteten Teppich. Die meisten im persischen Knoten geknüpften Teppiche sind geschichtet, Teppiche der Nomadenstämme eher ungeschichtet. Durch den minimalen Platzverbrauch der geschichteten Knüpftechnik wirken solche Perserteppiche feiner als die ungeschichteten. Alte Teppiche aus dem Westen Persiens (Täbris, Heriz, Bidschar, Senneh, Hamadan, Farahan) sind im türkischen Knoten geknüpft.

Geschichtete Teppiche besitzen noch ein Strukturmerkmal, das zur Bestimmung der Herkunft herangezogen werden kann, nämlich ob der Knoten nach links oder rechts offen ist.