Täbriz: Viele behaupten, dass Täbriz die älteste aller Teppichzentren der Welt ist. Nach verheerenden Naturkatastrophen und Beherrschung durch verschiedene Großmächte verblieb die Stadt erst 1928 den Persern. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert bildet Täbriz, die Hauptstadt der Provinz Azerbaijan in Nordwestpersien, das Marktzentrum für Teppiche.

Hier werden Teppiche in verschiedensten Qualitäten bis zur feinsten Knüpfung hergestellt. Die Qualität dieser Teppiche ist meistens ausgezeichnet mit einer Basis (Kette) aus feinster Baumwolle, teuerer Korkwolle und manchmal auch aus wertvollster Seide. Typisch für den Täbriz ist das gefüllte Muster von dichten floralen Motiven, großen Palmetten, Vasen oder lebendig wirkenden Jagdszenen. Oft wird dieser Teppich von rostfarbenen und pastellen wirkenden Tönen beherrscht. Es gibt jedoch viele einzigartige Designs, die von hervorragenden persischen Künstlern entworfen werden.

Die Knotenanzahl pro qm spielt bei Täbriz eine große Rolle, jedoch ist die Feinheit bei weitem nicht alles. Bei gleicher Feinheit können zwei Täbriz-Teppiche sehr verschieden im Wert sein. Die Farbstellung und Musterung spielen dann die wichtigste Rolle bei der Wertfindung. Auch die Händler und Knüpfer im Iran wissen, dass Schönheit immer über Feinheit steht. Ein farb- und musterlich sehr gelungener bzw. harmonischer Täbriz-Teppich, erzielt deutlich höhere Preise und ist auch wertbeständiger.